Sit-Ups mit Gymnastikball

Viele Varianten von Sit-Ups, Crunches und ähnlichen Bauchmuskelübungen haben einen großen Nachteil: sie belasten nicht ausschließlich die Bauchmuskulatur, meist arbeitet zu einem Großteil auch der Hüftbeuger bei den jeweiligen Übungen mit. Das wäre nicht problematisch, wäre der Hüftbeuger nicht bei der heutzutage hauptsächlich im Sitzen arbeitenden Bevölkerung von vornherein schon verkürzt, was zu starken Rückenbeschwerden führen kann. Wenn der verkürzte Hüftbeuger im Stehen am Becken zieht, kommt es leicht zu einem Nach-vorne-Kippen des Beckens und somit einer Hohlkreuzbildung (Enten-Po).
Eine Lösung dieses Problems, ist die Kräftigung der Bauchmuskeln, um das Becken gegen dieses Kippen zu stabilisieren – aber wie bereits erwähnt stellt sich hier das Problem, dass viele der populären Bauchmuskelübungen den Hüftbeuger mittrainieren. Im schlechtesten Fall macht der Sportler das Problem also eher noch schlimmer.
Deshalb ist die hier gezeigte Sit-Up-Variation eine wertvolle Ergänzung für jeden Trainingsplan.

Der Sportler setzt sich mit dem Po etwas vor der gedachten Mittelachse auf den Gymnastikball, die Beine sind etwas mehr als schulterbreit auseinandergestellt, um eine stabile Position während der Übungsausführung zu gewährleisten. Aus dieser Ausgangsposition werden nun typische Sit-Ups ausgeführt. Der Trainierende merkt schnell, dass er eigentlich das Bestreben hätte, die Beine quasi als Gegengewicht anzuziehen. Da er dann allerdings seinen festen Stand verlieren würde, ist er gezwungen, die Bewegung, die Beugung des Rumpfes ohne Gegengewicht, also ohne Aktivierung der Hüftbeuger zu vollziehen.
Ein zusätzlicher Vorteil dieser Ausführung ist, dass durch die fehlende Hilfe der Hüftbeuger, die Bauchmuskeln mehr Arbeit leisten müssen, die Übung also auch noch intensiver und isolierter auf die Bauchmuskeln wirkt, als herkömmliche Sit-Ups.

Die Intensität der Übung lässt sich weiter steigern, indem man eine Hantelscheibe oder eine Kurzhantel dabei vor der Brust hält. Wer Zugang zu einem Kabelzugturm o.ä. hat, kann sich stattdessen auch mit dem Rücken zum Zugturm positionieren, das oder die Kabel / Seile greifen und so bei der Rumpfbeuge gegen den Widerstand des am Kabelzug eingestellten Gewichts arbeiten.

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